Moritat und Bänkelsang

Zur Geschichte und Entstehung

Moritat Vortrag in Waldkirch 2005 1999 Schwarze Veri

Unsere schönsten Moritaten

und Küchenlieder

 

Eduard und Kunigunde

 

Mariechen sonnt’ sich im Garten

 

Der Wilddieb

 

Sie war ein Mädchen voller Güte

 

Gefangen in maurischer Wüste

 

Zwei ungleiche Brüder

 

Schinderhannes

 

Der schwarze Veri

 

Räuberbraut

 

Sabinchen

 

Lieschen

 

Grubenunglück

Lied der Straßensänger

 

Gefangen in maurischer Wüste

(Fremdenlegionärslied Ende des 19. Jh.)

 

1. Gefangen in maurischer Wüste
Liegt ein sterbender Fremdenlegionär.
Die Augen nach Norden gerichtet,
Seine Heimat, die sieht er nicht mehr.

Refr.:

Teure Schwalben
Aus Frankreichs grünen Auen,
Die ihr den Weg durch Meer und Wüste fand’t.
Euch sei’s vergönnt, vergönnt,
Die deutsche Flur zu schauen.
Bringt mir ein Gruß aus fernem Heimatland,
Bringt mir ein Gruß aus fernem Heimatland.


2. Schon zweimal ist’s Frühling geworden,
Und ihr habt mein Gebet nicht erhört.
Die Schwalben, sie flogen nach Norden.
Ohne Gruß sind sie wiedergekehrt.

Refr.: Teure Schwalben aus.....


3. Und jenseits, am Ufer des Rheines,
Wo der Traum meiner Jugend entfloh,
Dort sitzt eine Mutter und weinet
Sie beweint ihren einzigen Sohn.

Refr.: Teure Schwalben aus.....


4. In Stücke wollte sie sich reißen,
Ins tiefe Wasser wollt’ sie geh’n.
Jedoch der Rhein war zugefroren
Und keine Öffnung war zu sehn.

Refr.: Da rief sie: Heimat, süße Heimat....

 

5. Da kam der Leutnant von der Garde
Und sprach zu ihr: Mein liebes Kind,
Mit dem Ertrinken musst du warten,
Bis dass die Wasser offen sind.

Refr.: Da rief sie: Heimat, süße Heimat....

 

6. Nun hat sie all ihr Glück verloren,
Nun ging sie heim ins Vaterland,
Dort hat sie dann ihr Kind geboren,
Den Vater hat es nie gekannt.

Refr.: Da rief sie: Heimat, süße Heimat....

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

illustriert von

Rolf Elmar Vielhaber